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Was sind Geodaten?
Was bedeutet Georeferenzierung?
Was unterscheidet Vektor- von Rasterdaten?
In einer kurzen Übersicht werden einige der grundlegenden Begriffe erläutert.
Inhalt: Geodaten   -  Inhalt und Bedeutung
  Geobasisdaten   -  ein Überblick

Geodaten - Inhalt und Bedeutung
Beispiel für Geodaten Beispiel für Geodaten Unter Geodaten versteht man alle Informationen, die direkt oder indirekt einem Ort auf der Erde zugeordnet werden können. Diese Zuordnung bezeichnet man als"Georeferenzierung" oder "Raumbezug"
Georeferenzierung mittels <br>Koordinaten Georeferenzierung mittels 
Koordinaten
Eine "direkte Georeferenzierung" erfolgt durch Angabe von Koordinaten in einem Koordinatenreferenzsystem, das aus einem Koordinatensystem sowie dessen Relation zum Erdkörper, dem geodätischen Datum, besteht. Beispiele für Deutschland sind Gauß-Krüger-Koordinaten bezogen auf das geodätische Datum DHDN (Deutsches Hauptdreiecksnetz - Bessel Ellipsoid) oder UTM-Koordinaten bezogen auf das geodätische Datum WGS84 bzw. ETRS89. Letztere werden auch weltweit im Rahmen des satellitengestützten Ortungssystems GPS (Global Positioning System) angewendet.

Link:
Informationssystem für Europäische Koordinatenreferenzsysteme:http://www.crs-geo.eu
Zuordnung statistischer <br>Angaben zu Gemeinden Zuordnung statistischer 
Angaben zu Gemeinden
Eine "indirekte Georeferenzierung" erfolgt durch Zuordnung von Objekten oder Sachinformationen zu anderen Geoobjekten, deren Lage bekannt ist. Flächendeckende indirekte Referenzierungssysteme sind beispielsweise administrative Einheiten oder Postleitzahlbezirke.
Topgraphische Karte Topgraphische Karte Geodaten werden nach Geobasisdaten und Geofachdaten unterschieden. Als Geobasisdaten bezeichnet man topographische Grundlagendaten. Diese werden IN Deutschland als neutrale staatliche Vorsorgeaufgabe durch die Landesvermessungseinrichtungen der Bundesländer und durch das BKG bereitgestellt. Alle anderen raumbezogenen Informationen aus Umwelt, Wirtschaft, Bevölkerung usw. werden als Geofachdaten betrachtet.

Link:
Übergreifende Betrachtung von Geodaten im Bund: http://www.imagi.de
Vektordaten mit Objekten Vektordaten mit Objekten Geodaten mit direkter Georeferenzierung können drei grundsätzlichen Datentypen zugeordnet werden. 

Vektordaten beschreiben die geometrische Lage von topographischen Objekten mittels einzelner Punkte oder Stützpunktfolgen, die Linien und Flächen bilden. Durch Verbindung der Geometrie mit Sachattributen entstehen Objekte. Geoinformationssysteme (GIS) erlauben die Recherche und komplexe Auswertung dieser Informationen.
Rasterdaten Rasterdaten Rasterdaten entstehen i. d. R. aus Scan-Prozessen und beschreiben die geometrische Lage von Objekten als Bildinformation, wobei das Gesamtgebiet in regelmäßig angeordnete Pixel zerlegt wird.
Digitales Geländemodell Digitales Geländemodell Gitterdaten beschreiben einen Sachverhalt anhand eines regelmäßig angeordneten Punktgitters. Jeder Punkt trägt eine bestimmte Sachinformation, z.B. die Geländehöhe in diesem Punkt. 

Geodaten gewinnen in der modernen Gesellschaft eine zunehmende Bedeutung. Jede menschliche Tätigkeit weist in irgend einer Form einen Raumbezug auf. Die Gestaltung und Veränderung unseres Lebensraums basiert ebenso auf der Beherrschung von Geodaten wie die Suche eines Fahrtziels.

Digitale Geodaten erlauben dabei die räumliche Orientierung und analytische Auswertung von Basis- und Fachdaten auf einem neuen technischen Niveau. Komplexe automatisierte und zeitschnelle Auswertungen gehören ebenso zu den neuen Möglichkeiten wie die Verknüpfung mit ortsabhängigen Diensten.

Der Einsatz des Global Positioning Systems (GPS) zur Ortsbestimmung, der Mobilfunk, Navigationssysteme und vieles andere wären ohne digitale Geodaten und deren rechentechnische Auswertung undenkbar.



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Geobasisdaten - ein Überblick
Die amtlichen Geobasisdaten werden in die Produktbereiche
  • Topographische Geobasisdaten
  • Liegenschaftsbeschreibende Geobasisdaten und
  • Geodätische Basisdaten
untergliedert.

Das Dienstleistungszentrum bearbeitet und vertreibt "Topographische Geobasisdaten". Nachfolgend sind die wesentlichen Produktgruppen dieses Datenbereichs aufgeführt.

Digitale Landschaftsmodelle (DLM)
Beispiel einer einfachen <br>Bildschirmgraphik <br>für das Basis-DLM Beispiel einer einfachen 
Bildschirmgraphik 
für das Basis-DLM
Digitale Landschaftsmodelle beschreiben die topographischen Objekte der Landschaft (Siedlungen, Gewässer, Verkehr, etc.) und das Relief der Erdoberfläche im Vektorformat. Die Objekte werden einer bestimmten Objektart zugeordnet und durch ihre räumliche Lage, ihren geometrischen Typ (Punkt, Linie, Fläche), beschreibende Attribute (z. B. geographischer Name) und Beziehungen zu anderen Objekten (Relationen, z.B. Unterführung) definiert. Welche Objektarten ein DLM beinhaltet und wie die Objekte gebildet werden, ist im Objektartenkatalog festgelegt.

Folgende DLM existieren bzw. befinden sich im Aufbau (Reihenfolge beginnend mit höchster Informationsdichte, Zusatzangabe: Maßstab):

- Digitales Basislandschaftsmodell - Basis-DLM (1:25 000)
- Digitales Landschaftsmodell 50 - DLM50 (1:50 000, geplant)
- Digitales Landschaftsmodell 250 - DLM250 (1:250 000)
- Digitales Landschaftsmodell 1000 - DLM1000 (1:1 000 000)

Digitale Geländemodelle (DGM)
Graphische Darstellung <br> eines Ausschnitts <br> aus dem DGM250 Graphische Darstellung 
eines Ausschnitts 
aus dem DGM250
Digitale Geländemodelle sind in regelmäßigen Gittern angeordnete Punkte, welche die Geländeformen der Erdoberfläche beschreiben(Gitterdaten). Die Punkte sind in Lage und Höhe geocodiert.
Digitale Geländemodelle können außerdem ergänzende Angaben enthalten (z.B. Geländekanten, Geripplinien, einzelne Geländehöhenpunkte).

Folgende DGM existieren bzw. befinden sich im Aufbau (Reihenfolge beginnend mit höchster Qualitätsstufe, Zusatzangaben: Maßstab und Gitterweite):

- Digitales Geländemodell 5 - DGM5 (1:5.000, 10-20 m)
- Digitales Geländemodell 25 - DGM25 (1:25 000, 20-50 m)
- Digitales Geländemodell 50 - DGM50 (1:50 000, 50-100 m)
- Digitales Geländemodell 250 - DGM250 (1:250 000, 200 m)
- Digitales Geländemodell 1000 - DGM1000 (1:1 000 000, 1 000 m)

Nicht jedes Bundesland verfügt bisher flächendeckend über alle Modelle aus dem Bereich der hohen und mittleren Qualitätsstufen. Das DGM250 und das DGM1000 werden vom BKG bereitgestellt.
Topographische Karten (DTK)
Ausschnitt aus der <br> DTK200-V Ausschnitt aus der 
DTK200-V
Digitale Topographische Karten sind Rasterdaten der vorliegenden Topographischen Kartenwerke. Die Rasterdaten sind nach kartographischen Inhaltselementen in verschiedene Ebenen gegliedert (Siedlung, Verkehr, Gewässer, Vegetation, Relief etc.) und liegen als Einzelebenen sowie als farbige Kombination aller Ebenen (Kartenbild) vor.
Die bisher durch Scannen analoger Originale sowie rechnergestützte Aktualisierung erzeugten DTK-V werden zukünftig durch direkt aus einem korrespondierenden ATKIS-DLM abgeleitete DTK abgelöst.
Folgende DTK existieren:

- Digitale Topographische Karte 1:25 000 - DTK25-V
- Digitale Topographische Karte 1:50 000 - DTK50-V
- Digitale Topographische Karte 1:100 000 - DTK100n
- Digitale Topographische Karte 1:250 000 - DTK250
- Digitale Topographische Karte 1:500 000 - DTK500-V
- Digitale Topographische Karte 1:1 000 000 - DTK1000

Interaktive Karten auf CD-ROM
Interaktive Karten TOP200 Interaktive Karten TOP200 Digitale Topographische Karten, Gebietskarten oder Sonderkarten eines Landes oder Teils eines Landes in verschiedenen Maßstäben, die mit dem Ziel der Bildschirmpräsentation besonders aufbereitet und mit weiteren Daten (z.B. Ortsnamenregister, Verwaltungsgrenzen, Digitales Geländemodell) angereichert sind. Auf der CD-ROM befindet sich eine Software zur vielfältigen Präsentation der Daten mit zum Teil weitgehenden besonderen Funktionalitäten (z.B. Zeichenmöglichkeiten, GPS-Anbindung, perspektivische Geländeansichten, Stereobetrachtung, u.a.).
Für die gesamte Bundesrepublik verfügbar ist das Produkt Top50 der Landesvermessungseinrichtungen sowie die Top200 des BKG.

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Letzte Änderung:23.10.2018